Gedicht 2
Heiter und beschwingt
Heiter und beschwingt,
fliegt ein kleiner Schmetterling.
Ruft und seufzt nach Seinesgleichen,
sucht Gesellschaft, tanzt den Reigen.
Wo will er sich niedersetzen ?
Welche Blüte locket ihn ?
Ist´s die Farbe, ist´s die gelbe,
welcher Duft, der ihn anzieht ?
Sieh´, er fliegt zur roten Blüte,
will sie schnell für sich erhaschen,
doch noch schneller ist die Biene,
muss er gänzlich von ihr lassen.
Schwingt sich wieder in die Lüfte,
lässt vom Wind sich treiben sacht,
gibt´s ein Liebchen auf der Wiese,
deren Herz auch ihn anlacht ?
Voller Freude ist´s geschehen,
nun ist er nicht mehr allein,
tanzt mit ihr den Hochzeitsreigen,
lädt zur Feier uns mit ein.
Freude herrscht im Wiesenhain.
Und wie ich so wanderte durch die Natur,
sah ich die Blumen und Tiere nur.
Sah auf zum Himmel, der Sonne entgegen,
war dankbar und still ob Gottes Segen.
Ich liess mich nieder ins weiche Gras,
berührte Blumen, die ich nie brach,
verhalf dem Käfer ein Hindernis nehmen,
ich nahm die Natur, ich wollte auch geben.
Ich liess mich fallen, berauscht vom Glück,
ich liess so vieles an diesem Platz zurück.
- SIERA
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